Erasmus 2018/19

Erasmus 2018/19

Im Rahmen einer feierlichen Stunde wurde den Teilnehmer*innen des zweiten Austausch im Rahmen des Erasmus Programm ein Zertifakt überreicht.

Durch englische Kinder Englischkenntnisse vertieft Erasmus-plus-Feier in der Elly-Heuss-Knapp-Schule Bühl: Angehende Erzieherinnen erhielten den Euro-Pass Mobilität / EU-Fördermittel ermöglichten vierwöchigen Auslandsaufenthalt / Intensive Praktika im englischen Plymouth absolviert Bühl – „Wir haben in den vier Wochen in englischen Kindertageseinrichtungen Neues kennen gelernt, was wir auch in unseren Kindergärten anwenden können“ oder „Man nimmt so viel für sein Selbstbewusstsein mit“. So beurteilten angehende Erzieherinnen ihr Berufspraktikum im Rahmen des EU-Programms Erasmus plus, als sie am Donnerstag in der Elly-Heuss-Knapp-Schule ihre Zertifikate in Empfang nahmen. Ein Ensemble der Klasse 2BKSP1/2 bereicherte die Feier mit dem flotten Kinderlied „The wheels on the bus go round an round“, angeleitet von Sozialpädagoge Tobias Hölscher. Die aus England Zurückgekehrten ihrerseits animierten das Publikum, beim Kinderlernlied „Twinkle, twinkle, traffic lights“ durch Gebärden in die Rolle von Verkehrsampeln zu schlüpfen. Lehrerin Anja Kirch, Erasmus-Projektleiterin der Schule, attestierte den Teilnehmerinnen: „Ihr habt euch den Euro-Pass Mobilität redlich verdient. Die Vorbereitungen waren sehr arbeitsaufwändig.“ Die Auslandspraktikantinnen befinden sich in der zweijährigen Berufsfachschule Pädagogik oder in der Praxisintegrierten Ausbildung (PIA) auf dem Weg zur Erzieherin. Den Euro-Pass erhielten: Vera Börsig, Marie Sofie Grm, Annika Marx, Elena Mitzel und Rose Nehring. Die sechste im Bunde, Stella Zapf, konnte ihn, weil erkrankt, nicht in der Feier entgegennehmen. „Für die beteiligten Schülerinnen und Lehrerinnen hat Erasmus plus wahnsinnig viel Arbeit bedeutet, aber sie hat sich ausgezahlt“, resümierte Abteilungsleiterin Ingrid Sies. Mit den beträchtlichen Fördergeldern der EU können die Aufenthalte weitestgehend finanziert werden. Sies erinnerte: 30-seitige Anträge ausfüllen, zwei Sprachtests absolvieren, den Lebenslauf in Englisch verfassen, Wochen-, Praktikums- und Abschlussberichte anfertigen. Sie sprach dem Erasmus-Team hohes Lob aus, in dem sich neben Anja Kirch auch deren Kolleginnen Nadine Beier, Christina Paulusch und Galina Stroinoff engagieren. „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen – vor allem, wenn es so aussieht, dass man einem nicht mehr nach Hause zurücklassen will“, spielte die Abteilungsleiterin darauf an, dass die Schülerinnen am Airport vor dem Heimflug erfahren hatten: „Die Fluglinie ist pleite.“ In helle Aufregung geriet auch das Bühler Erasmus-Team. Das Problem sei aber durch den engagierten Einsatz eines hiesigen Reisebüros mittels Ersatzflügen schnell gelöst worden, merkte Kirch an. Schulleiterin Gabriele Krämer wandte sich so an die Teilnehmerinnen : „Wir sind froh, dass ihr wieder zurück seid!“ Die „Engländer auf Zeit“ konnten tatsächlich viel erzählen, durch Bilder bereichert. Sie stellten die südenglische Hafenstadt Plymouth vor und die dortigen Kindertageseinrichtungen, in denen sie in den Praktikumswochen arbeiteten. Sie zeigten Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen englischen und deutschen Kitas auf, zum Beispiel: In England wird auch das chinesische Neujahrsfest und das hinduistische Diwali-Lichterfest groß gefeiert, was die kulturelle Herkunft der betreuten Kindern widerspiegelt. „Wenn du überleben willst, musst du dir immer wieder bewusst machen: Die Autos kommen von der anderen Seite“, warnte eine Rückkehrerin die Elly-Mitschülerinnen, die vorhaben, im nächsten Schuljahr an Erasmus plus teilzunehmen. „Wir haben die Anträge schon gestellt“, bestätigte das Erasmus-Team. Sollte England aber durch den Brexit für das EU-Programm ausfallen, wäre als Ziel zum Beispiel Irland denkbar. Die Tellus Education Group, der Partner, der die Gastfamilien und Kindertageseinrichtungen für die Praktika in England vermittelte, ist auch in anderen europäischen Ländern aktiv. (Werner Vetter) Bildtext zur Bilddatei „WernerVetter_20190411_0735cr.JPG“: Weil sie im EU-Programm „Erasmus plus“ Praktika absolvierten, erhielten Vera Börsig, Marie Sofie Grm, Annika Marx, Elena Mitzel und Rose Nehring (vorne, von links) den „Euro-Pass Mobilität“, überreicht durch Betreuer-Team und Schulleitung. Foto und Text: Werner Vetter