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Haus der kleinen Forscher
Kurzinformation Projekt "Haus der kleinen Forscher"

Was ist das "Haus der Forscher"?

Das Haus der kleinen Forscher ist die größte Bildungsinitiative, die es in deutschen Kindergärten jemals gegeben hat. Die bundesweite Initiative hat es sich zum Ziel gemacht dauerhaft naturwissenschaftliche und technische Themen innerhalb der Bildungsarbeit in Kindertagesstätten zu verankern.
Sitz der Stiftung ist in Berlin, verbreitet wird die Idee über lokale Netzwerke wie z. Bsp. Die Elly-Heuss-Knapp-Schule in Bühl.
In einem praxisnahen Ansatz werden Erzieherinnen und Erzieher in diesem
Themenfeld fortgebildet und erhalten vielfältige anschauliche und fachlich fundierte Materialien für ihre konkrete Bildungsarbeit vor Ort.
Wie lange gibt es diese Aktion schon? Wer hat sie initiiert?
Diese Initiative begann im Jahr 2009 mit der ersten Pilotphase an der 53 Berliner Kindertagesstätten teilgenommen haben. Im Jahr 2007 wurde damit begonnen lokale Netzwerke zur Verbreitung der Idee zu gründen und seit 2008 erfolgt eine systematische und bundesweite Verbreitung der Idee.

Als Architekten des Haus der kleinen Forscher gilt eine starke Allianz:

* Siemens-Stiftung, Dietmar Hopp Stiftung, Helmholtz Gemeinschaft und McKinsey-Company haben sich zur Gründung dieser Initiative zusammengeschlossen. Die frühe Heranführung an Naturwissenschaften soll u.a. auch einen Beitrag zur langfristigen Nachwuchssicherung in den Natur- und Ingenieurwissenschaften leisten. Das Projekt wird finanziell vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt, Frau Dr. Annette Schawan unterstützt die Initiative als Schirmherrin.

So sagte sie bei einer Auszeichnungsfeier im Raum Ulm am 15.03.10:


„Ich bin überzeugt,
Bildung beginnt mit Staunen.
Aus dem Staunen
ergeben sich Fragen und dann Antworten.“

Inzwischen arbeitet ein ständig wachsendes Team an Pädagogen, Naturwissenschaftlern und Entwicklungspsychologen in Berlin für die Stiftung und entwickelt den Ansatz ständig weiter. Im Jahr 2009 gab es eine erste Studie zu dem Projekt, die von renommierten Wissenschaftlern durchgeführt wurde. Die Studien bestätigten dem Haus der kleinen Forscher einhellig, dass das erklärte Ziel, Kinder für naturwissenschaftliche und technische Themen zu begeistern, eindeutig erreicht wurde. Ebenso erhielt der pädagogische Ansatz der Stiftung ein besonders Lob. Er entspräche den derzeitigen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen darüber, wie Kinder nachhaltig lernen.


Wer kann mitmachen? Wer macht mit? Was bedeutet die Auszeichnung für die Kindertagesstätten?

Mitmachen können alle interessierten Kindertagesstätten. Sie müssen sich dazu einem lokalen Netzwerk anschließen und regelmäßig stattfindende Workshops zu naturwissenschaftlichen Themen besuchen. Die Elly-Heuss-Knapp-Schule ist seit Oktober 2009 ein lokales Netzwerk und hat seither in 13 ganztägigen Workshops ca. 100 Erzieherinnen aus Kindertagesstätten der Region zu den naturwissenschaftlichen Themen Wasser, Luft und Sprudelgase fortgebildet.

Inhalt der Workshops sind vielfältige praktische Experimente, naturwissenschaftliche Hintergründe und fachtheoretische Einheiten zu den Themen Lernen, Metakognition, Ko-Konstruktion und Sprachförderung.

Geleitet werden die Workshops von den speziell ausgebildeten Trainerinnen Susanne Merkel, Jutta Leppert und Marion Schröter. Jeder stattgefundene Workshop wird umfassend evaluiert und die Ergebnisse motivieren zur Weiterarbeit: Die inhaltliche Qualität der Workshops und fachliche Kompetenz der Trainerinnen wurde von den Teilnehmerinnen durchgehend zwischen sehr gut und gut beurteilt, besonders gelobt wird von den Erzieherinnen der praxisnahe Ansatz und die vielfältigen Anregungen für praktische Experimente mit den Kindern.

Kitas die mindestens 9 Monate an der Initiative teilnehmen, die Workshops zu Wasser und Luft besucht haben und in einem Logbuch nachweisen, dass regelmäßig mit den Kindern der Kindertagesstätte naturwissenschaftlich geforscht und experimentiert wird, können sich um eine Auszeichnung bewerben. Das lokale Netzwerk prüft die Voraussetzungen und die Stiftung in Berlin vergibt dann die Plakette „Haus der kleinen Forscher“, die an der Kindertagesstätte angebracht werden kann. Sie besitzt eine Gültigkeit von 2 Jahren und verlängert sich, wenn weiterhin der Nachweis für regelmäßige Bildungsarbeit im Bereich der Naturwissenschaftlichen Bildung – auch in Form von längeren Projektarbeiten erbracht wird.

Für die Einrichtungen bedeutet die Auszeichnung in erster Linie eine Würdigung ihrer engagierten Bemühungen um eine zeitgemäße und qualitätsorientierte frühkindliche Bildungsarbeit. Kindertagesstätten, die an der Initiative teilnehmen haben erkannt, was die Hirnforschung der letzten Jahre bestätigt: Für Bildung ist es nie zu früh und wenn Kinder bereits in jüngsten Jahren angemessene Anregungen für ihren Bildungsprozess erhalten ist dies auch ein Beitrag zu einem leistungsstarken und zukunftsfähigem Land. Daneben ist die Auszeichnung natürlich auch eine ideale Möglichkeit den Eltern und der gesamten Öffentlichkeit einen Eindruck von der geleisteten Arbeit zu vermitteln.

Wieviele Kindertagesstätten sind bereits ausgezeichnet?

Hierzu einige Zahlen:
* In Gesamtdeutschland gibt es insgesamt 183 lokale Netzwerke mit ca. 15.000 aktiven Kindertagesstätten (insgesamt Kitas in D: ca.50.000)
* In Baden-Württemberg gibt es insgesamt 26 Netzwerke mit ca. 2.200 aktiven Kitas (insgesamt Kitas in BW ca. 8000)
* Insgesamt wurden in Deutschland bisher 1.156 Kitas ausgezeichnet;
in BW bisher 300
* Innerhalb des lokalen Netzwerkes Elly-Heuss-Knapp-Schule werden zum ersten Mal Kitas ausgezeichnet: 14 der Kitas, die Ende 2009 mit Gründung des Netzwerkes in das Projekt eingestiegen sind haben nun die Voraussetzungen für eine Auszeichnung erfüllt.

Bereits Ende des Jahres werden möglicherweise weitere Kitas einen Antrag auf Auszeichnung einreichen.

Stand der Information: April 2011 gez. Susanne Merkel

 

Weitere umfassende Infos siehe auch:
www.haus-der-kleinen-forscher.de


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Jahresthema 2012:

Wie funktioniert eigentlich unsere Erde?

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